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Die Ökonomie des Webs

Subscribe | Retrun to feeds | Users subscribed: 1 | Last Updated: Jan 05 2009, 19:19:20

Yahoo Glue: Für eine Handvoll Übersicht

20 Nov 2008 17:49:36 | Markus Spath | Reviews,Glue,yahoo | Comments

Mit Yahoo Glue startet Yahoo einen Single-Page Aggregator für einige populäre Themen, auf dem sie nicht nur eigene Texte, Bilder und Fotos zusammenführen.

Nachdem Yahoo in Indien Glue Pages schon eine Weile evaluiert hat (Beispiel: Web 2.0), schicken sie eine etwas abgespeckte Version unter dem Namen Yahoo Glue nun auch auf den US-amerikanischen und damit internationalen Markt.

Diese Glue-Seiten sind für den suchenden Benutzer eine interessante Alternative zu herkömmlichen, auch multimedial angereicherten Suchergebnisseiten, weil sie nicht endlose Listen von hoffentlich relevanten Links anbieten, sondern eine einzige Seite zum Thema generieren, auf der Texte, Bilder, Videos und andere Informationen übersichtlich zusammengeführt sind.

Je nach Thema werden dabei unterschiedliche Blöcke kombiniert.

glue

Die Seite für Barack Obama etwa besteht aus dem Wikipedia Eintrag, den Suchergebnissen von Memeorandum, Fotos von Yahoo, Suchergebnissen von Googles Blog Suche, Nachrichten von Yahoo und Videos von YouTube.

Wer nach Apple sucht (die Glue Seite dafür), bekommt Nachrichten von Yahoo, den korrespondierenden Eintrag in der Wikipedia, Suchergebnisse von Googles Blog-Suche und Daten von Yahoo Finance aggregiert.

glue

Bei Rezepten werden die mit – wie ich vermute – SearchMonkey angereicherten Ergebnisse von MyRecipes mit Fotos von Flickr und Ergebnissen von Yahoo Anwers kombiniert, die Seiten für Popsternchen enthalten Daten von last.fm und Musikvideos.

Damit springt Yahoo mit Glue auch über den eigenen Schatten und widersteht der Versuchung, ausschliesslich Inhalte aus anderen eigenen Properties zu verwenden, die sie zur Genüge hätten. Ein Kardinalsfehler, den so ziemlich jedes Portal begeht und den auch Yahoo zehn Jahre lang begangen hat.

Die Motivation für dieses Verhalten ist klar. Man wünscht sich Besucher, die idealerweise nur auf dem eigenen Angebot herumklicken. Doch die Besucher haben damit verbundene Kosten, nämlich das, was ihnen vorenthalten wird und damit entgeht. Und irgendwann rächt sich das für die Portale, weil die informierteren Benutzer zunehmend verschwinden.

Fazit:

Yahoo Glue ist durchaus gelungen. Die Seiten haben ein angenehmes Design und sind informativ. Vor allem Gelegenheits-Surfer, die nicht in ihren Feedreadern leben, könnten damit sehr glücklich werden.

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mufin: Eine “Musikentdeckungsmaschine”, die funktioniert

20 Nov 2008 16:00:46 | Martin Weigert | Reviews,mufin,Musikdienste | Comments

mufin bezeichnet sich als Musikentdeckungsmaschine. Im Gegensatz zu anderen Angeboten untersucht der Berliner Dienst die klangliche Seite von einzelnen Songs, um ähnliche Titel zu finden. Das funktioniert gut und kann ab heute von jedem Internetnutzer ausprobiert werden.

Nach der Veröffentlichung unseres Artikels über zehn Webdienste aus Europa, die die Musiklandschaft verändern, erhielten wir einige Hinweise von Anbietern, die sich ebenfalls gerne auf dieser Liste gesehen hätten. Darunter war auch eine Mail von mufin, einem jungen Spross der Berliner MAGIX AG, der sich ganz dem Thema Musikempfehlungen verschrieben hat. Bereits zum Start der geschlossenen Beta-Phase machte die Kunde von mufin ihre Runde durch die Blogosphäre. Heute launcht mufin seine öffentliche Beta-Version.

mufin, dessen Name für “music finder” steht, bezeichnet sich als Musikentdeckungsmaschine. Anders als Last.fm, das ebenfalls viel Energie in seine Musikempfehlungstools steckt, verzichtet mufin auf die Analyse von Genre, Herkunft oder Hörverhalten anderer Nutzer und basiert seine Empfehlungen ausschließlich auf den Klängen. Die zusammen mit dem Fraunhofer Institut entwickelte Technologie untersucht rund 40 Charaktermerkmale von Songs, um auf diesem Weg verwandte Titel zu finden.

Wer mufin nutzen möchte, gibt dazu in das Suchfeld den Namen eines Interpreten oder Songs ein. Das Resultat ist eine Liste mit Stücken, die zu den gesuchten Stichwörtern passen. Der oder die aufgelisteten Titel erhalten jeweils einen Link zur Vorschau ähnlicher Tracks. Ein Klick darauf fördert eine Übersicht über Stücke zu Tage, die dem Ausgangstitel klanglich sehr ähnlich sind. Die Ähnlichkeit wird jeweils mit einer Prozentzahl angegeben - je näher diese an 100 herankommt, desto enger ist die Verwandtschaft zwischen dem Originalstück und dem gefundenen Track.

So sehen Suchergebnisse bei mufin aus

Die meisten Titel lassen sich direkt anhören, liegen jedoch weder in kompletter Länge noch in ohrenfreundlicher Qualität vor. mufin beschränkt sich vorerst komplett auf das Entdecken und Empfehlen verwandter Musik. Wem gefällt, worauf er beim Stöbern gestoßen ist, der kann den jeweiligen Song als Download im iTunes Store oder als CD bei Amazon erwerben - die entsprechenden Links flankieren das jeweilige Suchergebnis. Entdeckte Songs lassen sich in einer Playlist ablegen und per Mail, MySpace- oder Facebook-Applikation seinen Freunden und Bekannten empfehlen.

Neben der eigenen Site bietet mufin zudem eine kostenlose Desktop-Software, den mufin MusicFinder (ja, das ist doppelt gemoppelt!). Das Windows-Programm erstellt unter Einsatz der mufin-Technologie Playlisten aus der Musikbibliothek des Nutzers und spielt diese ab. Auch für PC-Nutzer, die ihre Musiksammlung über iTunes organisieren und ungern eine weitere Abspiel-Software installieren wollen, hat mufin etwas zu bieten: mufin für iTunes. Das mit dem Start der öffentlichen Beta-Phase von mufin verfügbare Plugin bringt die mufin-Technologie zu iTunes und tritt damit in Konkurrenz zu Apples eigenem Empfehlungs-Feature Genius.

Während beim Einsatz von Genius Daten mit den Apple-Servern ausgetauscht werden und die Funktion lediglich für im iTunes Music Store erhältliche Songs verfügbar ist, kann das rein klangbasierte mufin für iTunes mit beliebigen Titel angewendet werden - auch mit selbstproduzierter Musik und solcher ohne Künstler- und Songname. Eine Mac-Version von mufin für iTunes ist in Planung.

mufin ist ein wirklich spannender Dienst. Jeder hat Lieblingssongs, von deren Stil er gerne mehr Tracks kennen würde. mufin hilft dabei, diese zu finden. Innerhalb von kurzer Zeit bin ich auf einige mir bisher unbekannte Veröffentlichungen gestoßen, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Etwas enttäuschend ist dagegen, dass mufin die rund vier Millionen indexierten Titel nicht vollständig und in akzeptabler Bitrate abspielt. Der Grund hierfür dürfte vor allem lizenzrechtlicher Natur sein. Wie mufins Marketing Manager Petar Djekic uns mitgeteilt hat, steht das Streaming ganzer Titel definitiv auf der Agenda. 

Für die Zukunft ist auch geplant, Musikern das direkte Hochladen eigener Titel zu erlauben. Dann fungiert mufin nicht mehr nur als Empfehlungswerkzeug für Musikfans, sondern auch als Promotiontool für Interpreten.

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Linkwertig: Blogs für Webentwickler

20 Nov 2008 11:17:17 | Marcel Weiss | Meldungen,Blogs | Comments

T3N hat 15 lesenswerte Blogs rund um’s Thema Webentwicklung zusammengestellt:

Hier schreiben Profis für Profis über CSS, Ajax oder Ruby on Rails.

» 15 Blogs für Webentwickler | T3N Magazin & News

Hier erscheint von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

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