So wurde mir das noch in der Berufsschule beigebracht, man sagt nicht “Glühbirne”. Glühbirnen sind elektrisches Fallobst…
Aber ich sage ja auch immer noch “Schraubenzieher”, obwohl ich damit Schrauben drehen will.
Wie dem auch sei, Glühbirnen gehen mal kaputt. Da konnte der W211er am Mittwoch abend auch gar nichts für.
In meinem alten Dienstwagen hatte ich für solche Fälle immer ein Sortiment der nötigen Leuchtmittel (ja, ich kanns!) im Kofferraum und 1-2 Minuten später wieder eine korrekte Beleuchtungseinrichtung.
Und dann grinst mich kurz nach Dienstbeginn die Fehlermeldung “Abblendlicht rechts defekt” an. Kurz über Funk nach dem üblichen Prozedere beim neuen Arbeitgeber gefragt:
“Fahr mal zur Zentrale, die müssten noch die Birnen haben.”
Und dann bin ich gescheitert. Mit meinen dicken Fingern komm ich da beim besten Willen nicht ran, auch Chefs Versuche blieben letztendlich erfolglos. Übel verbaut.
Mercedes hat übrigens vor Jahren auf die ersten Beschwerden dieser Art klassisch reagiert:
“Die Lampen halten solange, da kann man auch alle paar Jahre mal in die Werkstatt fahren.”
Blöd nur, daß in der Praxis alle paar Wochen irgendein Lämpchen kollabiert, bei manchen Fahrzeugen kann man regelrecht von “Verbrauch” sprechen.
Wir brauchten also Expertenhilfe. Und die war grade in der Pause.
“Dann nimm halt nen anderen Wagen!”
Für diesen Satz hab ich die Firma gewechselt!
Nach dem Weiterklick gibts noch ein Detailfoto des Experten. Man kann auch sehr genau erkennen, welche besondere Eigenschaft ihm diesen Titel eingebracht hat:

Martin ist tatsächlich der einzige in der Firma, der ohne Demontage anderer Teile die rechte Abblendlichtlampe tauschen kann!